Umweltfreundlich und verantwortungsbewusst
Das FHW Neukölln ist sich seiner Verpflichtung zum Umweltschutz bewusst. Um seinen Teil dazu beizutragen, werden die Umweltschutzanlagen des Werks ständig verbessert und ausgebaut. So trägt auch das Gesamtkonzept der zentralen Erzeugung in Neukölln den Grundgedanken des Umweltschutzes. Denn im Gegensatz zu den unzähligen Einzelschornsteinen, welche in der Vergangenheit das Bild der Neuköllner Altstadt prägten, wird die Belastung der Umwelt durch eine moderne Rauchgasreinigung und ein ständig arbeitendes Emissionsüberwachungssystem minimiert.
So wurden im Werk bewusst NOx-arme Feuerungssysteme installiert, so dass die behördlichen Grenzwerte deutlich unterschritten werden.
Bei der Verbrennung von schwefelhaltigen Brennstoffen entsteht Schwefeldioxid, welches es zu vermeiden gilt. Im FHW kommt deshalb der Direktentschwefelungsprozess zum Tragen. Hierbei wird das Schwefeldioxid bindende Additiv Kreide direkt in den Steinkohleverbrennungsraum eingeblasen. Das Additiv bindet das Schwefeldioxid und kann später herausgefiltert werden. Die Filterung erfolgt in zwei Elektrofiltern. In diesen wird die Flugasche den Rauchgasen entzogen, in einem Silo zwischengelagert und später fachmännisch entsorgt. Das in die Atmosphäre abgeleitete Rauchgas ist nach der Filterung nahezu staubfrei und enthält ca. 60% weniger Schwefeldioxid als im Verbrennungsprozess entstand.
Das installierte Emissionsüberwachungssystem misst zu jeder Zeit die Schadstoffe im Rauchgas für jeden einzelnen Kessel. Die Werte werden an zwei Recheneinheiten registriert, analysiert und kontrolliert. Sollte es zu einer Grenzwertüberschreitung kommen, können die Mitarbeiter des FHW sofort Gegenmaßnahmen einleiten.
Weiterhin kommen Maßnahmen wie die Abwasserüberwachung, der Schallschutz und die Reststoffentsorgung der kohlebefeuerten Kessel zum Tragen und komplettieren den Umweltschutz des Fernheizwerkes.
Um den ständigen Fortschritt im Umweltschutz zu dokumentieren, prüfen zu lassen und zu veröffentlichen, nimmt das FHW seit dem Jahr 2000 am EU-Öko-Audit teil. Im Kern bedeutet dies die Zertifizierung aller umweltrelevanten Vorgänge im Werk durch einen unabhängigen Umweltgutachter.
So konnte, zum Beispiel durch die Einkopplung von Wärme aus den Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen des HKW-Mitte oder die Einbindung von zwei Erdgaskesseln, in den letzten Jahren eine positive Entwicklung in der Einsparung von Emissionen erreicht werden, welche im Detail dem Umweltbericht zu entnehmen ist. Exemplarisch gilt jedoch die Reduzierung der CO2-Emissionen um rund 30%.
